• olgawerbitzky

Ich will doch nur... ja, was denn nun?

Aktualisiert: 4. Mai



Hast Du Dir schonmal überlegt, was genau Du alles von Deinem Hund erwartest? Vieles wird als selbstverständlich gesehen und wenn der Hund das nicht leisten kann, ist er unerzogen, aufmüpfig und Du hast ihn nicht im Griff.

Natürlich ist es unsere Aufgabe, unseren Vierbeinern die Welt mit ihren Regeln und Grenzen begreiflich zu machen. Doch kann dies alles in einem individuellen, fairen Rahmen erfolgen.


Dazu ein kleines Gedankenexperiment.


Schwirren Dir des Öfteren folgende Sätze im Kopf herum?


Ich will doch nur, dass mein Hund... • brav neben mir an der Leine läuft • kommt, wenn ich rufe • nett zu allen anderen Hunden ist • nicht jagd • nicht ohne Erlaubnis frisst • mehrere Stunden alleine bleibt und nichts anstellt • erst sein Geschäft verrichtet, wenn ich ihn raus lasse • sich von mir immer anfassen lässt • sich alles wegnehmen lässt Ja, oder?

Jetzt stell Dir vor, Du... • darfst beim shoppen immer nur neben deinem Partner laufen, den die tollen Dinge im Schaufenster nicht interessierten. Nein, der sie nicht mal wahrnimmt • darfst spannende Sachen nicht so lange betrachten, wie Du Lust hast • musst zu jedem nett sein, auch dem A... von Nachbarn, der absichtlich über Deinen Vorgarten trampelt und Dich provoziert • darfst Dein liebstes Hobby nicht ausüben • bekommst nur zu einer bestimmten Zeit essen, egal wann Du hungrig bist • wirst mehrere Stunden in einem langweiligen Raum eingesperrt und darfst Dich nicht mit den Dingen darin beschäftigen • musst immer warten, bis jemand die grundsätzlich verschlossene Toilette frei macht. Und das kann manchmal dauern. • wirst angetatscht, obwohl du das gerade überhaupt nicht gebrauchen kannst. Und wehe Du sagst nein • musst es akzeptieren, wenn Dir jemand Deinen Triple-Choc-Sahne-Karamell-Eisbecher, denn Du eben bekommen hast, wieder weg nimmt, nur weil er es kann Na gut, einige Dinge sind überspitzt dargestellt. Aber man bekommt ein Gefühl dafür, in welch fremdbestimmter Welt ein Hund lebt. Viele Dinge sind zu seinem Schutz, aber weiß er das? Wohl kaum. Ist es denn so schlimm, wenn wir unserem Vierbeiner ab und zu ein wenig Selbstbestimmung zugestehen?


So können wir einfach mal... • dort spazieren gehen, wo er möchte • ihn schnüffeln lassen, solange er will • ihn nicht noch ewig vor dem gefüllten Napf warten lassen • bei unangenehmen Dingen mit einem Kooperationssignal arbeiten • in Konfliktsituationen helfen • Auslastung und interessengerechte Beschäftigung bieten

• an einem schlechten Tag keine Höchstleistungen abverlangen • positiv und fair mit ihm arbeiten, anstatt jeden kleinen Fehler zu bestrafen


Das tut uns nicht weh und bedeutet für den Hund mehr Ausgeglichenheit, Lebensqualität, weniger Frust und damit mehr Kapazitäten für die wirklich wichtigen Regeln.



 

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