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Jahresrückblick 2022: Reset - ich fahre Achterbahn

Aktualisiert: vor 3 Tagen



Wild, wahnsinnig und hochemotional. So war mein Jahr 2022.

Ich werde es nicht angemessen in Worte fassen können. Doch anstelle eines normalen, chronologischen Jahresrückblicks, ist dieser etwas anders strukturiert und persönlicher gestaltet. Er spiegelt sowohl die sachliche, als auch die emotionale Seite wieder und bietet dabei Einblicke in das, was mich am meisten bewegt hat. Im positiven sowie im negativen Sinne. Und das war nicht wenig, wenn auch gewisse Aspekte nur angerissen werden...


Du findest in meinem Jahresrückblick folgende Themen:


1. Was ich mir für 2022 vorgenommen habe und wie es gelaufen ist.

2. Mein Rückblick.

2.1. Die schönsten Erinnerungen

2.1.1 Geburt

2.1.2 Hans Zimmer Live Konzert

2.1.3 Wachstum
2.1.4 Der Große

2.1.5 Wendepunkt Bax

2.1.6 Rückhalt

2.2. Die unschönen Erfahrungen

2.2.1 Trennungsschmerz
2.2.2 Schwarze Wolke

2.2.3 Unfaire Korrekturen

2.2.4 Verletzung
2.2.5 Krankheit

2.3. Meine Unsicherheiten

2.3.1 Onlinebusiness

2.4. Was ich über mich gelernt habe

2.4.1 Meine Stärken
2.4.2 Das bringt mich zum Lächeln
2.4.3 Wann ich mich am meisten, wie ich selbst fühle

2.5. Wer mich inspiriert hat

2.5.1 Sigrun
2.5.2 Sabrina Spinnler

3. Mein Jahr in Zahlen.

4. Mein Ausblick: Was wartet 2023 auf mich?



 

1. Was ich mir für 2022 vorgenommen habe und wie es gelaufen ist.


Mein Motto: für 2022 war "Reset - ich nehme nochmal Anlauf."

Wie extrem das Reset wird, habe ich allerdings nicht erwartet.


Familie und Business unter einen Hut bekommen: Schlussendlich irgendwie ja. Zumindest bin ich wieder aktiv und auf der Zielgeraden.


Weiterbloggen: habe ich nicht durchgehend geschafft, doch das erste halbe Jahr gingen regelmäßig Blogposts live.


 

2. Mein Rückblick.

2.1. Die schönsten Erinnerungen


2.1.1 Geburt

Mein 2. Sohn wurde Anfang des Jahres geboren. Den Augenblick, als ich dieses kleine Menschlein zum ersten Mal im Arm hielt, werde ich nie vergessen. Nachdem man Monate darauf gewartet hat, ihn endlich kennenzulernen, war der Moment - mit 4 Wochen und 2 Tagen vor errechnetem Termin - sehr plötzlich da. Es war eine unglaublich schöne, bedeutsame und unbeschreibliche Erfahrung, die ich jeder Familie wünsche.


Baxster war gegenüber dem Baby neugierig und sehr vorsichtig. Doch hatte er anfangs mit der neuen Situation zu kämpfen, trotz aller Vorbereitungen: Frauchen war nicht mobil, Herrchen und großes Kind immer zu Hause, das schreiende Baby, das alle Aufmerksamkeit auf sich zog. Und alle unter Corona-Quarantäne. Wer weiß, wie schwer er sich ohne unsere Vorbereitungen getan hätte.

Baxter lernt den Neuankömmling kennen.

2.1.2 Hans Zimmer Live Konzert

Dank Corona mussten wir 2 Jahre auf das Live-Konzert, mit Hans Zimmer persönlich, warten. Und es war es wert. Knappe 2 Wochen nach der Geburt unseres Babys, schaffte ich es tatsächlich, mich loszueisen und den Abend mit meinem Mann zu genießen. Für meine Verhältnisse eine beachtliche Leistung.

Mein Mann und ich voller Vorfreude vor der Fotowand.


2.1.3 Wachstum

Danach kam eine Phase des Lernens und des persönlichen Wachstums. Ich musste ohnehin viel liegen und das Baby schlief gut. Die Zeit nutzte ich für mich und meine Weiterbildung im Onlinebereich. Denn für mich stand fest, dass ich nicht beim 1:1 Training bleiben will.

Ich möchte möglichst vielen Hundebesitzern zu einem besseren Verhältnis mit ihrem Vierbeiner verhelfen und das bedeutet für mich: Umstellen auf Onlinekurse.

Ich habe meinen Onlineauftritt mehrfach überarbeitet.


2.1.4 Der Große

Mein Erstgeborene arrangiert sich gut mit dem Baby, wenn auch oft die Eifersucht hervorblitzt. Doch sucht er auch seine Nähe, schmust, umarmt und tauscht Zärtlichkeiten aus. Mein Herz geht auf, wenn ich das sehe.

Zudem lernte er in diesem Jahr, noch bevor er 3 Jahre alt wurde, das Fahrradfahren.

Die Nutzung eines Laufrads hat ihm den Umstieg sicherlich leicht gemacht. Sein Strahlen war mindestens so groß wie mein Stolz.

Der Große bei seiner ersten Fahrradrunde.

2.1.5 Wendepunkt Bax

Lange hatten wir mit der Kastration gehadert. Doch als die Stressbelastung durch die Anzahl an läufigen Hündinnen in der Nachbarschaft für Baxter nicht mehr tragbar war, entschieden wir uns für die Operation. Ich kann nur sagen: Für ihn war das die beste Entscheidung! Lies unter Kastration beim Angsthund mehr darüber.

Baxter schmollt in seinem OP-Hemd.

2.1.6 Rückhalt

In der Zeit, in der es mir weniger gut ging (siehe unten warum), hat mich mein Mann sehr unterstützt und sich um mich kümmert. Das will ich keinesfalls als selbstverständlich sehen und bin umso dankbarer für sein Verständnis und seine Geduld. Insbesondere, da es um sehr lange Phasen ging, in denen ich ihm sonderlich viel Positives zum Auftanken zurückgeben konnte.

Bei unserer Hochzeit im Jahr 2018.

 

2.2. Die unschönen Erfahrungen


2.2.1 Trennungsschmerz

Die schlimmsten Momente hängen manchmal mit den schönsten zusammen. Direkt nach der Geburt des Kleinsten, musste dieser auf die Kinderintensiv. Ich wurde parallel positiv auf Corona getestet und durfte ihn, nach einem kurzen Kontakt, 3 lange Tage weder halten, noch sehen. Meinem Mann wurde es ebenfalls verboten das Baby oder mich zu besuchen. Aufgewühlt und voller Sehnsucht nach meinen Kindern, verbrachte ich diese Zeit innerlich zerrissen, erschöpft und unter Tränen. Jede Sekunde zog sich wie eine Ewigkeit dahin. Das Schlimme war mitunter: Keiner in der Klinik konnte mich zu irgendwelchen Abläufen informieren oder verlässliche Aussagen dazu treffen, wann das Drama ein Ende hat. Aus angekündigten 10 Tagen wurden dann glücklicherweise nur 3 und ich war froh, als ich mein Neugeborenes endlich wieder in den Armen hielt.

Meine Schwester reiste an und versorgte uns mit Bildern vom Baby.

2.2.2 Schwarze Wolke

Eine Geburt bringt viele Unsicherheiten mit sich, auch wenn es nicht die erste ist. Dieses mal hatte ich mit einer Postpartalen Depression zu kämpfen, die ich über Monate hinweg nicht wahrhaben wollte. Wie eine schwarze, erstickende Wolke legte sich tiefe Traurigkeit über mich, ohne, dass ich etwas dagegen tun konnte. So tief, dass ich es selbst nicht mehr aus dem Loch herausschaffte. Trotz Anwendung aller möglichen Selbsthilfetaktiken, die ich bereits kannte. Nichts funktionierte. Außer dem Aufrechterhalten der Fassade.

So schön die Elternzeit auch sein kann, es fiel mir oft schwer das Positive zu sehen.

2.2.3 Unfaire Korrekturen

Mein Zustand hatte folgende Begleiterscheinungen: Negativität, Mangel an Impulskontrolle, übertriebene Reaktionen.

Vor vielen Jahren hatte ich Hundetraining über aversive Techniken gelernt und da war es kein Wunder, dass ich nun in alte Muster verfiel. So passierte es bspw., dass ich Baxter harsch anschnauzte, wo es nicht angebracht war. Und das obwohl ich es besser weiß!

Es ist nicht fair gegenüber dem Hund und macht mehr kaputt, als es hilft. Ich arbeitete mehrfach daran, unser Vertrauensverhältnis wieder aufzubauen. Doch sind auch Trainer nur Menschen. Und in der dunkelsten Stunde machen auch sie Fehler, die sie bereuen.


Hund auf Wiese blickt zurück.
Bei einem Spaziergang auf unserer Lieblingsrunde..

2.2.4 Verletzung

Kurz vor unserem geplanten Urlaub brach sich der Große seinen Arm.

Er verbrachte mit seinem Vater - unter Schmerzen - über 6h im Wartesaal des Krankenhauses. Und ich konnte nichts tun, ich war mit dem Baby zuhause. Immerhin war keine Operation nötig.

Der tapfere Große mit dem Shirt des Tages.


2.2.5 Krankheit

Gegen Jahresende erwischte uns die bis dahin schlimmste Erkältungswelle. Der Große hatte 3x in Folge Scharlach - ich wusste bis dahin nicht, dass das möglich ist. Kaum hatten wir ein Medikament abgesetzt, war er wieder bei über 40° Fieber mit Gliederschmerzen und Appetitlosigkeit.

Dazu kam ein Virus bei ihm, meinem Mann und schließlich beim Baby. Letzteres wurde in der Zeit ohnehin vom Zahnen, Schub und wieder Zahnen nachts wach gehalten. Ich wurde zwar selbst nicht krank, ging aber auf dem Zahnfleisch. Wochenlang max. 2h Schlaf am Stück taten ihr übriges.

Mein kranker Sohn verbrachte viel Zeit in meinem Arm.

 

2.3. Meine Unsicherheiten


2.3.1 Onlinebusiness

Der Start einer Selbstständigkeit ist immer schwierig. Die Umstellung von einem Offlineangebot, zu Onlinekursen erst recht. Insbesondere beim Aufbau von Sichtbarkeit und der Kundengewinnung habe ich noch einiges zu lernen. Erst gegen Ende des Jahres schaffte ich es, das umzusetzen, was ich mir für das Jahr 2022 vorgenommen hatte:

Den ersten Onlinekurs anbieten.

Das war kurz vor Weihnachten. Und geschah ohne große Posts oder viel Werbung, denn genau dann erwischte uns die Erkältungswelle. Der Termin kam schlussendlich nicht zustande und wurde auf 2023 verschoben.


 

2.4. Was ich über mich gelernt habe


2.4.1 Meine Stärken

Jede negative Erfahrung hat auch gute Seiten. Ich habe mich wieder auf meine Ziele, Stärken und Fähigkeiten besonnen:

  • In die Tiefe gehen, statt Oberflächlichkeit leben.

  • Vertrauen schaffen & Brücken bauen.

  • Empathie: in andere hineinversetzen können.

  • Sensibilität: hohe Empfindsamkeit & Gespür dafür, was andere (Menschen & Tiere) verletzen könnte.

  • Einfühlungsvermögen: Mitfühlen, was der andere fühlt, als wären es die eigenen Gefühle.

  • Mich selbst wertschätzen, nicht unterkriegen lassen & wieder aufstehen.

  • Dranbleiben, so lange, bis es klappt.


Um das Mindset positiv zu halten, wenn es mal nicht so gut läuft, bietet sich, als Art Spickzettel, eine Dankbarkeitsliste an. Meine findest Du hier.



2.4.2 Das bringt mich zum Lächeln

Es gibt - zum Glück wieder - viele Situationen, die mich zum Lächeln bringen. Sich derer bewusst werden ist eine gute Übung für das positive Mindset:


Familie:

  • Meine Kinder, die aus vollem Herzen lachen, miteinander schmusen oder spielen.

  • Mein Mann, der strahlend irgendeine Errungenschaft auspackt.

  • Bax, der sich bei etwas gruseligem zu mir dreht anstatt nach vorne zu gehen

  • Wenn ich mit ihm rechtzeitig auf Abstand gehen kann.

  • Wenn der Große mit dem Hund üben will und sich vor Kichern nicht mehr einkriegt.

  • Bax, der Nähe bei mir einfordert.

  • Wenn der Große innerhalb kürzester Zeit die Funktion eines neuen Spiels raus hat und vor Begeisterung übersprudelt.

  • Wenn alle ganz plötzlich mucksmäuschenstill am Tisch sitzen und einfach nur genüsslich essen.


Job:

  • Wenn eine Kundin sagt, dass sich seit dem Training vieles ins Positive gewendet hat.

  • Wenn ich auf einen Beitrag das Feedback bekomme, wie wertvoll er war.

  • Menschen, die sich aufgrund meiner Blogposts für weitere Hilfe an mich wenden.



2.4.3 Wann ich mich am meisten wie ich selbst fühle

Tiefgang: Ich liebe tiefgehende Gespräche, bei denen sich das Gegenüber völlig offen, ehrlich und verletzlich gibt. So dass man frei über wichtige Themen sprechen kann und dabei eine echte Verbindung zueinander schafft.


Helfen: Wenn ich helfen und etwas ins Positive verändern konnte, geht mir das Herz auf. Dabei stelle ich fest, dass dies durch meine individuelle Art, meinen Hintergrund und mein Wissen in mehr Bereichen möglich ist, als ich je gedacht hätte. Daher möchte ich diesen Aspekt noch viel mehr leben und umsetzen.


Kreativität: Ich genieße es etwas schönes und ästhetisch ansprechendes zu schaffen. Früher habe ich gerne gezeichnete. Mittlerweile tobe ich mich in Photoshop aus, nähe oder nehme mir handwerkliche Projekte vor. Doch den aktuell kreativsten Mittelpunkt bildet mein Instagram-Account.


Sport: Das Körperbewusstsein ist nach der Geburt von zwei Kindern komplett verändert. Bewegung weckt die Erinnerung an die Fitness von damals. Vielleicht ist ja mit der Zeit ein Revival möglich;)


 

2.5. Wer mich inspiriert hat


2.5.1 Sigrun.com

Sigrun ist eine beeindruckende Geschäftsfrau, die andere Frauen beim Aufbau ihres Online-Business anleitet. Ich hatte nur die Gelegenheit, an ihrem kostenlosen Workshop teilzunehmen. Doch auch dieser bringt einen schon deutlich voran.



2.5.2 Sabrina Spinnler

Ich bin erst kürzlich auf Sabrina gestoßen. Sie zeichnet sich durch Einfühlsamkeit und Deepdive aus, in Kombination mit taffer Zielstrebigkeit. Dabei spricht sie super spannende, persönliche Themen an, ohne das Business hinten an zu stellen.


 

3. Mein Jahr in Zahlen.


Instagram Follower: 363 (2022: 193) - nachdem ich mehrere Monate inaktiv war und unterm Jahr ca. 150 Follower händisch gelöschte hatte (um dann zu lernen, dass das hinsichtlich Algorithmus ein Fehler war), ist das für mich eine ganz passable Zahl.


Facebook Fans und Abonnenten: 41 (2022: 30) - ich habe die Seite ziemlich brachliegen lassen und mich auf Instagram fokussiert. Man merkt es.


Veröffentlichte Blogartikel: 25 (2022: 7)


Mein Instagram-Feed Anfang Dezember 2022



 

4. Mein Ausblick: Was wartet 2023 auf mich?


Wiedereinstieg: Die Elternzeit neigt sich dem Ende, ich beginne in Teilzeit wieder in meinem Hauptjob zu arbeiten.

Herzensbusiness: Im April soll mein erstes 4-Wochen-Onlineprogramm live gehen.

Ausgleich: Wir planen wieder den ersten Strandurlaub seit 4 Jahren.

Mein Motto für 2023: Die perfekte Balance.



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